Die Zukunft wird smart

Alles rund um Smart Meter und den Einbau der digitalen Stromzähler

Am 2. September 2016 hat der Gesetzgeber das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ verabschiedet und gibt damit den Startschuss zum so genannten Rollout des Smart Meters. Dieses Gesetz sieht vor, dass bis zum Jahr 2032 deutschlandweit alle Haushalte und Betriebe mit neuen digitalen Stromzählern ausgestattet werden. Dieser Prozess wird als Smart Meter-Rollout bezeichnet. 

Heute wird Strom zunehmend dezentral erzeugt, d. h. nicht mehr nur in großen Kraftwerken, sondern z. B. auch durch Windräder oder Photovoltaikanlagen, die aber witterungsabhängig sind. Damit das Potenzial an erneuerbar erzeugtem Strom in Deutschland auch bestmöglich genutzt werden kann und das Stromnetz gleichzeitig stabil bleibt, brauchen die Energienetze aktuelle Informationen über die Erzeugungs- sowie die Verbrauchssituation.

Mit der Digitalisierung soll das Ziel erreicht werden, Stromnetze, Erzeugung und Verbrauch effizient und flexibel aufeinander abzustimmen. Die neuen Stromzähler übernehmen die Erfassung dieser Informationen und sollen dabei helfen, die Energiewende auf dem Weg zu einer überwiegenden Nutzung von erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben, denn sie bilden die neue Schnittstelle zum intelligenten Stromnetz (Smart Grid) für die künftige Stromverbrauchsmessung und Steuerung. Die ersten Zählerumrüstungen auf elektronische digitale Zähler (moderne Messeinrichtungen = mME) durch den grundzuständigen Messstellenbetrieb der Stadtwerke Lünen haben im 1. Halbjahr 2018 begonnen.

Das Energienetz der Zukunft

Die digitalen Zähler sind grundlegend für den Aufbau eines intelligenten Stromnetzes, das sog. Smart Grid. Um zukünftig die Energieversorgung mit Strom sicher und zuverlässig auf unsere Bedürfnisse abzustimmen, bilden sie die Schnittstelle zwischen Verbrauch und Bereitstellung der Energie. Dabei entsteht parallel zum Stromnetz ein virtuelles Datennetz, über das solche Informationen bereitgestellt werden, mit denen sich das Stromnetz optimal steuern lässt.

Für Sie als Kunden bieten die digitalen Stromzähler ebenso einen zentralen Vorteil: Sie gewinnen mehr Transparenz über Ihren Stromverbrauch.

  • Durch die digitale Anzeige im Zähler können Sie Ihren Verbrauch jederzeit einsehen und auch über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten.
  • So erkennen Sie erhöhte Verbräuche und können Ihr Verbrauchsverhalten dahingehend anpassen, dass Sie Energie und somit auch Energiekosten sparen.
  • Für Stromlieferanten schaffen die neuen Messsysteme wiederum die technische Grundlage, um variablere Tarife gemessen an Ihren Bedürfnissen anbieten zu können.

Smart Meter ist nur eine von mehreren zukunftsweisenden Technologien, die sich künftig optimal zu modernen Energiekonzepten ergänzen lassen. Zusammen mit anderen computergestützten Systemen lässt sich Ihr Energieverbrauch dann nicht nur punktgenau messen, sondern im „Smart Home“ auch vernetzt und automatisiert steuern. Für Sie als modernen Kunden wird dieses System in der Zukunft zahlreiche interessante Optionen bieten, wie beispielsweise die Programmierung der gesamten Haus- und Sicherheitstechnik, die Überwachung und Steuerung auch von unterwegs, z.B. über Ihr Smartphone oder Tablet.

Grundsätzlich werden zwei Formen von Smart Metern unterschieden: die moderne Messeinrichtung (mME) und das intelligente Messsystem (iMSys). Beide Smart Meter-Typen ermöglichen eine genauere Analyse der Verbrauchsdaten als die alten, analogen Zähler (Ferraris-Zähler).

Der Smart Meter-Rollout in Lünen

Im Rahmen des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende wurde auch das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) zum 2. September 2016 verabschiedet. So ist nun der Messstellenbetrieb nicht mehr Aufgabe des Netzbetreibers, sondern des grundzuständigen Messstellenbetreibers. Grundzuständiger Messstellenbetreiber im Netzgebiet Lünen ist die Stadtwerke Lünen GmbH.

Moderne Messeinrichtungen (mME) werden zur verpflichtenden Grundausstattung, in den Fällen, in denen das MsbG keine intelligenten Messsysteme (iMSys) vorschreibt. Der Einsatz von mME bietet – gekoppelt mit dem zukünftigen Angebot variabler Tarife – die verbesserte Möglichkeit,

  • Energieeinsparungen zu verwirklichen,
  • Energieeffizienzpotenziale zu heben,
  • Geschäftsprozesse zu erleichtern und
  • eine effizientere Netzsteuerung zu ermöglichen.

Wer bekommt wann welchen Zähler? 

Nach dem MsbG gelten nach Letztverbrauchs- und Einspeisekategorien gestaffelte Umbauverpflichtungen. Der Umbau erfolgt über mehrere Jahre. Das Gesetz sieht hierbei vor, dass bis zum Jahr 2032 alle Stromkunden in Deutschland über einen Smart Meter verfügen. Der bislang eingesetzte elektromechanische "Ferraris-Zähler" wird so schrittweise durch eine zukunftsfeste Technologie ersetzt.

Zähler-Typen im Vergleich

 

Ferraris-Zähler

Moderne Mess-Einrichtung (mME)

Intelligentes Mess-System (iMSys)

Kommunikations-Einheit = Smart Meter Gatewy (SMG)

Zähler-Typ

analoger Zähler

Digitaler Zähler ohne Kommunikations-Einheit

Digitaler Zähler mit Kommunikations-Einheit

Kommunikations-Schnittstelle

Funktionen

aktueller Zählerstand

  • aktueller Zählerstand 

  • gespeicherte Werte tages-/wochen-/monats-jahresgenau

  • 2 Jahre im Rückblick

  • aufrüstbar mit einer Kommunikations-Einheit zum iMSys

  • aktueller Zählerstand 

  • gespeicherte Werte viertelstundengenau abrufbar in Tages-/Wochen-/Monats-Jahresanzeige

  • Schnittstelle zwischen Zähler und Kommunikations-Netz

  • kann ein oder mehrere Zähler anbinden

  • automatische Daten-Übertragung zum Messstellen-Betreiber

Zuständig für Einbau, Messung und techn. Betrieb

örtlicher Netz-Betreiber als Messstellen-Betreiber

grundzuständiger Messstellen-Betreiber (i.d.R. örtlicher Netz-Betreiber) oder ein vom Verbraucher beauftragter Messstellen-Betreiber

grundzuständiger Messstellen-Betreiber (i.d.R. örtlicher Netz-Betreiber) oder ein vom Verbraucher beauftragter Messstellen-Betreiber

Smart-Meter-Gateway-Administrator: entweder der grundzuständige Messstellen-Betreiber oder ein wettbewerbliches Unternehmen

 

iMSys verfügen – im Gegensatz zur mME – über eine Kommunikationseinheit, das Smart Meter-Gateway. Die Daten von Verbrauchern mit einem Jahresverbrauch unter 10.000 kWh werden ausschließlich zur  Verbrauchsveranschaulichung im Gerät gespeichert und einmal jährlich an den Energieversorger übermittelt. Das manuelle Ablesen der Verbrauchsdaten für den Energieversorger ist dann nicht mehr erforderlich. iMSys sind ein zentraler Baustein in der Digitalisierung der Energiewende und ermöglichen die Nutzung detaillierter Verbrauchsdaten. Um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, gelten für Smart Meter höchste Sicherheitsstandards. iMSys sind vor allem bei Großverbrauchern sowie Haushalten mit einer Erzeugungsanlage (z. B. Photovoltaik, Wärmepumpe oder Mini-BHKWs) sinnvoll.

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Bedienungsanleitungen

Glossar

  • Smart Meter 
    ist ein Überbegriff für intelligente Stromzähler (mME und iMSys). Ein intelligenter Zähler ist im engeren Sinne ein Stromzähler, der den Stromverbrauch ermittelt und die Verbrauchsdaten speichert. Sofern er in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist, kann er digital Daten empfangen und senden.

    mME
    Moderne Messeinrichtung = digitaler Zähler mit 24-Monats-Speicher 

    iMSys
    Intelligentes Messsystem = moderne Messeinrichtung plus Gateway
    iMSys sind durch das Gateway in ein Kommunikationsnetz eingebunden und vor allem bei Großverbrauchern sowie Haushalten mit einer Erzeugungsanlage (z.B. Photovoltaik, Wärmepumpe oder Mini-BHKWs) sinnvoll.

    Gateway
    Kommunikationsmodul, das in Echtzeit Verbrauchswerte an den Energieversorger übermitteln kann und die technische Grundlage zur Erfassung, Verarbeitung, Verschlüsselung und Versendung von Daten bildet. Das Gateway ist vereinfacht als Vermittlungsgerät zwischen Messeinrichtung und Kommunikationsnetz zu verstehen.

    Ferraris-Zähler
    Analoger elektromechanischer Zähler 
    Der Ferraris-Zähler ist das bekannte schwarze Gerät mit einer Drehscheibe. Er arbeitet nach dem Prinzip des italienischen Physikers Galileo Ferraris: Ein Elektromotor treibt eine Aluminiumscheibe an, die den Zählerstand verändert. Die übertragene Leistung kann berechnet werden, wenn man die Zeit für eine volle Umdrehung der Scheibe mit einer Stoppuhr bestimmt. Auf dem Zähler ist meistens angegeben, wie viele Umdrehungen einer Kilowattstunde entsprechen.

    Rollout
    Gesetzlich vorgegebener Start zur Umrüstung der herkömmlichen Zähler auf Smart Meter

    Smart Grid
    Intelligentes Stromnetz

    Smart Grids kombinieren Erzeugung, Speicherung und Verbrauch. Eine zentrale Steuerung stimmt sie optimal aufeinander ab und gleicht somit Leistungsschwankungen – insbesondere durch flukturierende erneuerbare Energien (Wind- und Solarenergie) – im Netz aus. Die Vernetzung erfolgt dabei durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie dezentral organisierter Energiemanagementsysteme zur Koordination der einzelnen Komponenten. Das bedeutet, dass in einem Smart Grid nicht nur Energie, sondern auch Daten transportiert werden, sodass Netzbetreiber in kurzen Abständen Informationen zur Energieproduktion und -verbrauch erhalten.

    Bisher hatten die Netzbetreiber weder Kontrolle noch Kenntnis, wann und wo eine dezentrale Erzeugungsanlage (z.B. Photovoltaik-Anlagen) Strom ins Netz einspeist. Wird der Anteil solcher „unkoordinierten“ Erzeuger zu hoch, steigt das Risiko von instabilen Netzzuständen. Durch intelligente Vernetzung, Lastmanagement und Nachfrageflexibilisierung können somit eine effiziente Nutzung und Integration der erneuerbaren Energien sowie eine Optimierung der Netzauslastung erreicht werden. Einfach gesagt heißt das: Die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie ist durch das Smart Grid in der Lage, die schwankende Energiezufuhr und die Stromversorgung zu regeln. Smart Grids sind damit eine wichtige Voraussetzung, um in Zukunft alle Energieformen effizient nutzen zu können. Intelligente Stromzähler (Smart Meter) spielen für die Vernetzung dabei eine grundlegende Rolle.

    Lasten
    Leistung (elektrische Energie), die einem Stromnetz entnommen wird In Stromnetzen unterteilt man den zeitabhängigen Leistungsbedarf, der als Lastgang charakterisiert wird, in Grundlast, Mittellast und Spitzenlast.

    MsbG
    Messstellenbetriebsgesetz

    Msb / gMsb
    Der Messstellenbetreiber bzw. gMsb ist in der Regel der Netzbetreiber vor Ort, der für den Einbau und Betrieb der Zähler verantwortlich ist. Im Stadtgebiet Lünen ist der Netzbetreiber die Stadtwerke Lünen GmbH.
    Dem Messstellenbetriebsgesetz kann der Netzbetreiber diese Grundzuständigkeit für mME und iMSys an ein anderes Unternehmen übertragen (§ 41 MsbG). Jedoch bleibt die Grundzuständigkeit für den Messstellenbetrieb mit analogen Zählern in jedem Fall beim örtlichen Netzbetreiber.

    Anschlussnehmer
    Eigentümer eines Gebäudes / Grundstücks. Das kann dann auch der Vermieter sein.

    Anschlussnutzer
    Mieter oder Eigentümer (als letzterer sind Sie gleichermaßen Anschlussnehmer und -nutzer).

    PIN
    Persönliche Identifikationsnummer = Sicherheitskombination einer definierten Zahlenfolge 

    PIN-Anforderung für Moderne Messeinrichtung (mME)
    Die PIN kann telefonisch unter 02306 / 707-3000 oder über das untenstehende Formular angefordert werden. Geben Sie bitte dabei Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihre Zählernummer sowie Vertragskontonummer an.
    Wichtiger Hinweis: Die Zusendung der PIN erfolgt ausschließlich per Brief. Eine mündliche Weitergabe am Telefon oder der Versand per E-Mail ist nicht möglich! 

    BSI
    Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

    kWh
    Kilowattstunde

    POG
    Preisobergrenze
    Die Kosten für den Einbau und den Betrieb von mME und iMSys trägt wie beim bisherigen Standardstromzähler der Kunde bzw. Verbraucher oder Anlagen-Betreiber. Jedoch sind bei den neuen Stromzählern individuelle jährliche Preisobergrenzen für Einbau und Betrieb durch den grundzuständige Messstellen-Betreiber zwingend einzuhalten. Die Preisblätter des grundzuständigen Messstellen-Betreibers der Stadtwerke Lünen finden Sie auf der Seite Messstellen-Betrieb.

    MID-Zulassung
    MID steht für „Measurement Instruments Directive“, heißt übersetzt so viel wie Messgeräte-Richtlinie und ist eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Messgeräte.

    Mit dem MID sollen Gesetze bzw. Richtlinien für messtechnische Geräte über die Landesgrenzen hinaus vereinheitlicht und technische Handelshemmnisse vermieden werden. Die MID betrifft den kompletten Herstellungsprozess: von der Entwicklung über die Fertigung, zur Endprüfung bis hin zum Inverkehrbringen bzw. Inbetriebnahme. Dazu enthält die MID detaillierte allgemeine und gerätespezifische Leistungsanforderungen an die Messgeräte, die von den Herstellern umgesetzt werden müssen sowie zu erfüllende Anforderungen an die Hersteller selbst.

    Breaker
    Lastunterbrecher bzw. eine Fernab/zuschaltefunktion der Stromversorgung

    Smart Home
    Als Smart Home bezeichnet man einen vernetzten Haushalt, in dem Haushalts- und Multimedia-Geräte intelligent interagieren und zentral ferngesteuert werden können. Durch die Smart Home-Technologie werden einerseits Alltagsvorgänge automatisiert, andererseits können die Geräte-Einstellungen, z.B. von Heizung, Licht und Lautsprechern, per Computer oder Smartphone schnell an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden – zuhause oder von unterwegs. Das vernetzte, „intelligente“ Heim soll zu mehr Sicherheit, Zeitersparnis und Senkung der Energiekosten beitragen.

     

FAQ – Die wichtigsten Fragen beantwortet

  • In der Tat, mit der neuen Technik kommt viel auf uns zu. Rollout bedeutet nichts anderes als der vom Gesetzgeber vorgegebene Start zum Austausch der bisherigen Standardstromzähler bis 2032, und zwar deutschlandweit. Zuständig und verantwortlich ist dafür in der Regel der jeweilige Messstellenbetreiber. Für Lünen ist das der grundzuständige Messstellenbetreiber der Stadtwerke Lünen. Der Gesetzgeber räumt jedoch jedem Netzkunden das Recht ein, auch einen fremden Messstellenbetreiber zu beauftragen. Der Messstellenbetreiber hat u.a. die Aufgabe, Zähler abzulesen, zu prüfen und nach ihrem abgelaufenen Turnus zu wechseln. Das heißt, dem Messstellenbetreiber muss für seine Tätigkeiten der Zugang zum Zähler, meist die Wohnung, ermöglicht werden.

    Smart Meter sind digitale, also elektronische Stromzähler. Hier gibt es zwei Varianten: a) die moderne Messeinrichtung (mME) und b) die intelligente Messeinrichtung (iMSys). Die beiden Varianten unterscheiden sich in ihrer technischen Ausstattung und Funktion.

  • Die moderne Messeinrichtung (mME) ist ein digitaler Zähler mit einem mehrzeiligen Display, der den Stromverbrauch in Echtzeit erfassen kann, und versteht sich als Basisversion der neuen digitalen Zähler. Gegenüber früher 12 Monaten kann die mME nun die Zählerstände tagesgenau rollierend über 24 Monate speichern. Über das mehrzeilige Display lässt sich so jederzeit der aktuelle Zählerstand und nach Eingabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) die aktuell genutzte Leistung ablesen. Ebenso können die Zählerstände der letzten 24 Monate sowie Verbräuche für vorgegebene Zeitintervalle auf dem Display abgelesen werden. Für die Anzeige der persönlichen Daten ist immer die Eingabe der PIN erforderlich. Die Bedienung der mME erfolgt mittels einer handelsüblichen LED-Taschenlampe über eine optische Schnittstelle am Zähler oder einer Aufruftaste.

    Wie beim Standardstromzähler muss der Zählerstand auch weiterhin vom Messstellenbetreiber oder Kunden abgelesen werden. Da eine mME im Gegensatz zum iMSys kein Kommunikationsmodul besitzt, können die Messwerte nicht übertragen werden. Eine Steuerung des Zählers von außen ist ebenfalls nicht möglich. Die mME sind vom Gesetzgeber als Grundlage zur erfolgreichen Umsetzung der „Digitalisierung der Energiewende“ vorgesehen und bilden damit die Vorstufe zu den iMSys.

  • Das iMSys besteht aus der mME und einem zusätzlichen Gateway. Das Gateway (in der Abbildung das blaue Kästchen) ist ein Kommunikationsmodul, das in Echtzeit Verbrauchswerte an den Energieversorger übermitteln kann und / oder in die Wohnung der Verbraucher. So lässt sich der eigene Verbrauch visualisieren und damit besser kontrollieren, denn es hilft aufzuzeigen, wann man am meisten Energie verbraucht hat und wo ggf. Stromfresser lauern.

    Dadurch wird das Energieverbrauchsverhalten für den Kunden ähnlich transparent wie bei Telekommunikationsunternehmen, die den Kunden jederzeit über den aktuellen Stand von Freiminuten oder das verbrauchte Datenvolumen informieren können. Gleichzeitig kann der Stromversorger mit Hilfe der genaueren Messung das Stromnetz besser steuern und langfristig Lastverschiebungspotenziale gemeinsam mit dem Kunden identifizieren. iMSys sind vor allem bei Großverbrauchern sowie Haushalten mit einer Erzeugungsanlage (z.B. Photovoltaik, Wärmepumpe oder Mini-BHKWs) sinnvoll.

    Das iMSys hat den Vorteil, dass Zählerstände jederzeit digital zur Verfügung gestellt und zur Verbrauchsabrechnung genutzt werden können. Das heißt, mit dem iMSys besteht die Möglichkeit, theoretisch auch kleinere Zeitintervalle mit unterschiedlichen Preisen abzurechnen.

  • An einer Modellwand im SWL-Kundenzentrum zeigen wir Ihnen den alten und neuen Zähler im Vergleich, erklären Ihnen die wichtigsten Neuerungen und Funktionalitäten, und natürlich können Sie alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen. Sie müssen sich nicht extra anmelden. Kommen Sie einfach ins SWL-Kundenzentrum.

  • Durch mME und iMSys erhalten Sie einen besseren Überblick über Ihren Stromverbrauch. Dies führt zu einem bewussteren Umgang mit Energie, wodurch Sie die Möglichkeit haben, Ihre Energieversorgung effizienter zu gestalten.

    Während die mME die Verbrauchswerte der letzten 24 Monate in einer einfachen Übersicht anzeigt, zeigen iMSys Ihnen ganz genau, wie viel Energie Sie verbrauchen. iMSys senden zusätzlich stichtagsbezogene Zählerstände an den Energieversorger, sodass es keine manuelle Ablesungen oder geschätzte Rechnungen mehr gibt. Mit Ihrer neuen Messeinrichtung werden Sie immer in der Lage sein, den Überblick über Ihren Stromverbrauch zu behalten. Wenn Sie ein iMSys haben, kann Ihnen eine Verbrauchsvisualisierung helfen, einen exakten Überblick zu bekommen und Ihren Verbrauch auf dieser Grundlage zu analysieren.

    Netzbetreiber können dank iMSys ihr Stromnetz sicherer und effizienter betreiben und Stromlieferanten können bedarfsgerechte Produkte und Dienstleistungen wie zeit- und lastvariable Tarife, Apps zum Stromsparen oder eine intelligente Haussteuerung anbieten, die dem Stromkunden zugutekommt.

    Bei einem Blick in die etwas weitere Zukunft werden die neuen iMSys Ihnen ermöglichen, schaltbare Verbraucher (z.B. Elektroautos), Erzeuger und Speicher flexibel zu nutzen. Somit können Sie Ihr Haus auf Basis von Energieverbräuchen und -preisen automatisieren (Stichwort „Smart Home“). Vorstellbar ist, dass sich die Spülmaschine oder das Elektroauto im Tagesverlauf automatisch einschaltet oder auflädt, wenn der Strom günstig ist.

  • Deutschland steht vor einer Neuausrichtung des Energiemarktes. Zentrale Herausforderung unserer Stromnetze ist es nicht nur, Ihnen jederzeit Strom in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, sondern dabei auch ein Gleichgewicht zwischen Einspeisung und Verbrauch zu wahren. Ein Stromnetz funktioniert nur, wenn so viel eingespeist wie verbraucht wird. Mit der Zunahme der Nutzung regenerativer Energien z.B. aus Sonne und Wind ist dies nicht mehr so einfach möglich. Strom wird erzeugt, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, unabhängig davon, ob zum gleichen Zeitpunkt eine entsprechende Nachfrage besteht oder nicht. Um diese Herausforderung meistern zu können, muss unser Stromnetz intelligenter werden. Die Einführung intelligenter Stromzähler ist ein Baustein auf dem Weg zum intelligenten Stromnetz der Zukunft, dem sog. Smart Grid, und auch hin zu einer kohlenstoffärmeren Zukunft.

    Neben der aktiven Steuerung der Energieeinspeisung in das Stromnetz gibt es weitere wesentliche Vorteile: Zum einen erhalten Kunden eine Rückmeldung zu ihrem Verbrauchsverhalten. Dies soll zu energiesparendem Verhalten motivieren. Zum anderen können Verbraucher zukünftig Stromlieferverträge abschließen, die besser zu ihrem individuellen Verbrauchsverhalten passen und dadurch günstiger sind. Auch Tarife mit wirtschaftlichen Anreizen zu Verbrauchsverlagerungen sind möglich (sog. variable Tarife). Darüber hinaus machen iMSys eine Vor-Ort-Ablesung entbehrlich und sparen so für alle Seiten Zeit und Geld.

  • Nein, mME werden auch in anderen Ländern der Europäischen Union eingebaut. Bisher haben z.B. Österreich, Großbritannien, Schweden und die Niederlande Smart Meter eingeführt. In den meisten anderen EU-Ländern werden Smart Meter derzeit ausgerollt.

  • mME werden grundsätzlich bei allen Stromkunden mit einem Stromverbrauch von bis zu 6.000 Kilowattstunden pro Jahr eingebaut. Als Grundlage des Jahresverbrauchs dient der durchschnittliche Verbrauch der letzten drei Jahre. Der durchschnittliche 4-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht ca. 3.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

  • Wir beginnen im ersten Halbjahr 2018 mit dem Einbau von mME bei Bestandsanlagen. Der Rollout wird bis Ende des Jahres 2032 abgeschlossen sein. In diesem Zeitfenster werden in unserem Netzgebiet bei mehr als 45.000 Stromkunden die Zähler ausgetauscht. Dieser Zeitplan ist vom Gesetzgeber im „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“, das im September 2016 in Kraft getreten ist, festgelegt. Wenn der Zähler bei Ihnen ausgetauscht wird, werden wir Sie vorher anschreiben (→ mehr Infos siehe Kapitel „Mein neuer Zähler“).

  • In diesem Fall wird bei Ihnen der Mittelwert des Verbrauchs der letzten drei Jahre als Berechnungsgrundlage verwendet.

  • Nein, der Einbau ist gesetzlich vorgeschrieben.

  • Nein, das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende fordert nur für Strom mME und iMSys. Zukünftig wird aber auch die Einbindung der Gaszähler möglich sein. Die hierfür notwendige Technik ist heute jedoch noch nicht verfügbar.

    Wenn Sie möchten, dass Ihr Gaszähler auch fernausgelesen wird und Sie ein iMSys bei sich installiert haben, ist es grundsätzlich möglich, den Gaszähler auch über das Gateway an die Fernauslesung anbinden zu lassen. Hierzu ist ggf. ein Wechsel des Gaszählers oder die Erweiterung mit einem zusätzlichen Modul erforderlich.

  • Intelligente Zähler machen es uns leichter, ein Bewusstsein für solche Situationen zu identifizieren, in denen wir viel Energie verbrauchen. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, Änderungen in unserem Verbraucherverhalten vorzunehmen. Ein Beispiel hierfür ist der Austausch alter Elektrogeräte. Wenn Sie die Informationen, die Ihnen auf dem Display des Zählers oder in einer Visualisierung angezeigt werden, nutzen, können Sie Ihren Energieverbrauch und somit Ihre Energiekosten senken. Ob tatsächlich ein Einspareffekt eintritt, hängt von dem individuellen Verhalten des Nutzers ab.

Technik / Datennutzung

  • Als mME werden digitale Stromzähler bezeichnet, die im Wesentlichen aus einem elektronischen Messwerk, einem Speicher und einer digitalen Anzeige bestehen. mME können tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate anzeigen und veranschaulichen den Stromverbrauch somit besser als die bisherigen Zähler. Denn die bisherigen Zähler, die sog. Ferraris-Zähler, sind analoge elektromechanische Zähler mit einem Rollenzählwerk. mME senden wie auch die alten Zähler keine Zählerstände, da sie keine kommunikative Anbindung nach außen oder in die Wohnung haben. Deshalb wird nach wie vor der Zählerstand durch den Energieversorger oder den Kunden abgelesen.

  • iMSys bestehen aus einer mME und einem Kommunikationsmodul (Gateway). Diese bilden zusammen eine Kommunikationseinheit. Diese Einheit stellt auch den wesentlichen Unterschied zur mME dar. iMSys sind hierdurch in der Lage, wichtige Netz- und Verbrauchswerte zu erfassen und an den Energielieferanten und / oder in die Wohnung zu übermitteln. Die Datenübertragung erfolgt hierbei verschlüsselt über eine gesicherte Datenverbindung.

  • mME und iMSys messen den Stromverbrauch aller elektrischen Geräte Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung. Hierbei unterliegen sie der strengen Überwachung der deutschen Eichbehörde. So wird sichergestellt, dass die verbrauchten Strommengen auch korrekt gemessen und abgerechnet werden können. Diese sorgen für eine einheitlich hohe Messqualität.

  • Nein, die mME sind nicht mehr im ursprünglichen Sinne geeicht. Statt einer Eichung erhalten die neuen Zähler eine MID-Zulassung.

  • Nein, mME zeigen nur den gesamten Stromverbrauch aller elektrischen Geräte Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung an.

  • Nein. Für den Einbau der neuen Zähler muss in der Regel keine bauliche Veränderung der Hausanlage vorgenommen werden. Sollten doch Anpassungen nötig sein, besprechen wir diese mit Ihnen.

  • Nein, Sie benötigen keinen Internetzugang für eine mME.

  • Es ist gesetzlich geregelt, dass die neuen Zähler nicht mehr Strom verbrauchen dürfen als die alten Zähler. Sowohl der Eigenverbrauch des Zählers als auch des Gateways bei iMSys werden nicht erfasst und somit dem Anschlussnehmer auch nicht in Rechnung gestellt.

  • Wie bei allen elektrischen Geräten haben auch mME und iMSys elektrische und magnetische Felder. Die gesetzlichen Grenzwerte werden deutlich unterschritten, sodass von den neuen Zählern keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Aktuelle Studien belegen, dass die Funkstrahlung vergleichbar ist mit der eines Handys, drahtlosen Babyphones oder einer Wetterstation. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Messeinrichtungen in der Regel im Keller verbaut werden und somit weit vom Körper entfernt sind.

  • Die mME speichern im Gerät Daten zu Ihrem Stromverbrauch. Neben dem aktuellen Zählerstand speichern mME auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate. Es werden keine persönlichen Informationen wie Ihren Namen, Anschrift oder Bankkonto gespeichert, die Sie identifizieren könnten.

  • Nein, die mME wird wie die bisherigen Zähler auch nur einmal jährlich abgelesen. Die Ablesung erfolgt durch einen von uns beauftragten Ableser oder nach unserer Aufforderung durch Sie selbst. Die Zählerstände werden Ihrem Netzbetreiber und Ihrem Stromlieferanten zur Abrechnung übergeben.

  • mME sind wie die heutigen Zähler nicht an ein Kommunikationsnetz angebunden. Es ist also unmöglich, darauf von außen zuzugreifen. Ihre historischen Verbrauchswerte an der mME sind außerdem mit einer zählerspezifischen PIN geschützt. Die wichtigsten Informationen erhalten Sie aber auch ohne PIN-Eingabe: So sind die Zählerstände in der ersten Zeile des Displays sichtbar (Lieferung, Bezug, HT/NT rollieren im Display). Nach Eingabe der PIN wird die zweite Zeile im Display mit den Historienwerten der vergangenen 24 Monate und der Momentanleistung sichtbar.

    Allerhöchste Sicherheitsstandards gelten ebenso für das Gateway des iMSys, das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach dem sog. „BSI-Schutzprofil“ zertifiziert wird. So werden bestimmte Sicherheitsmerkmale bereits bei der Produktion im Gerät hinterlegt, was den Zugriff Unberechtigter vermeiden soll. Der angewandte Sicherheitsstandard und die Datenverschlüsselung des Gateways liegen höher als der Standard beim Onlinebanking.

    Grundsätzlich werden Daten nur anonymisiert übertragen, sodass lediglich Verbrauchsprofile sichtbar werden, aber keine Beziehung zu Personen hergestellt werden können. Die Stromverbrauchsdaten lassen weniger Rückschlüsse auf persönliche Vorlieben oder Verhaltensweisen zu als beispielsweise der Einsatz von Kreditkarten, Kundenkarten oder Online-Einkäufen.

  • Datenschutz und Datensicherheit sollen durch den „Privacy by Design“-Ansatz der neuen Technik gewährleistet sein. „Privacy by Design“ bedeutet, dass die Technik per Definition nur eingeschränkte Funktionen zulässt. So können beispielweise Messstellenbetreiber nur Absender (z.B. Haushaltskunden) und Empfänger (z.B. Stromlieferant) von Daten erkennen, ihr Inhalt (z.B. Strommenge) ist jedoch verschlüsselt. Der „Privacy by Design“-Ansatz ist mit einem Briefverteilzentrum vergleichbar, bei dem Absender und Empfänger bekannt sind, der Briefinhalt jedoch verschlossen bleibt.

    Den „gläsernen Kunden“ wird es auch in Zukunft nicht geben. Es werden nur die Daten erfasst, die für die Erfüllung der Stromlieferung nötig sind. So schreibt es das Bundesdatenschutzgesetz vor. Wir handeln nach dem Grundsatz: „So wenig Daten wie möglich, so viel Daten wie nötig“.

    Der Datenschutzstandard ist höher als der Standard beim Onlinebanking und vergleichbar mit dem Sicherheitsstandard des Chips auf dem Personalausweis.

  • Der Zählerstand kann durch uns oder Sie abgelesen werden und dient als Grundlage für die jährliche Stromabrechnung. Das heißt, wir als Ihr Stromlieferant erhalten nur Ihren aktuellen Zählerstand. Auf die gespeicherten Daten zu tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten für die letzten 24 Monate haben nur Sie über Ihre persönliche PIN Zugriff.

  • Ihr iMSys speichert Informationen über Ihren Stromverbrauch. Er speichert jedoch keinen persönlichen Informationen, die Sie identifizieren können wie Ihren Namen, Ihre Anschrift oder Ihr Bankkonto. Alle Informationen über Ihren Energieverbrauch sind streng geschützt. Es sind Ihre Daten – Sie können jederzeit Ihre Meinung ändern und entscheiden:

    • ob Sie Ihre Daten über Ihren Energieverbrauch mit anderen Marktteilnehmern teilen möchten, wie zum Beispiel mit Anbietern von Direktvermarktung oder Visualisierungsportalen,
    • oder ob Ihr Lieferant Ihre Zählerstände für Vertriebs- und Marketingzwecke verwenden darf.

    Nur Ihr Messstellenbetreiber, Ihr Netzbetreiber und Ihr Lieferant haben Zugriff auf Ihre Daten und werden diese ohne Ihre Zustimmung nicht mit Dritten teilen. Ihr Energielieferant kann die Informationen auf Ihren Wunsch hin zum Beispiel nutzen, um Ihnen eine maßgeschneiderte Energieeffizienzberatung zu geben und seinen Service zu verbessern, einschließlich der Genauigkeit Ihrer Abrechnung. Aber immer nur dann, wenn Sie ihm die Erlaubnis dafür erteilt haben.

  • Nein. Besonders die Möglichkeiten zur Verbrauchskontrolle wie Display, App oder Internetportal sind dem Anschlussnutzer (= Mieter / Kunde) der jeweiligen Verbrauchsstelle vorbehalten. Ausschließlich er kann seinen eigenen Verbrauch einsehen, nur der aktuelle Zählerstand ist am Zähler sichtbar.

  • iMSys müssen dem technischen Fortschritt der kommenden Jahre angepasst werden, um dauerhaft einen Datenschutz- und Datensicherheitsstandard gewährleisten zu können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) trägt kontinuierlich Informationen von Herstellern und Anwendern über bekannt gewordene Sicherheitslücken zusammen, wertet diese aus und entwickelt die Sicherheitsstandards stetig weiter. Die Gateways der iMSys können auf dieser Basis kontinuierlich durch Updates sicherer gehalten werden.

  • Für Stromabschaltungen gelten besondere Regelungen gemäß der Grundversorgungsverordnung (GVV). Wenn Sie ein iMSys haben, ist eine Abschaltung aus der Ferne nur möglich, wenn das iMSys um einen sog. „Breaker“ erweitert wird. Standardmäßig sind am iMSys keine Breaker verbaut.

Mein neuer Zähler

  • Vor Einbau der mME erhalten Sie zwei Informationsschreiben. Das erste Schreiben erhalten Sie mindestens drei Monate vor dem Einbau und informiert Sie darüber, dass Ihr vorhandener Zähler durch eine mME ersetzt wird. Im zweiten Schreiben informieren wir Sie mit mindestens zwei Wochen Vorlauf über den Einbautermin. Passt der Terminvorschlag nicht, können Sie diesen einmal ändern.

  • Hierfür ist der grundzuständige Messstellenbetreiber zuständig. Dies ist in der Regel der örtliche Netzbetreiber. Für Lünen ist der grundzuständige Messstellenbetreiber die Stadtwerke Lünen GmbH.

  • Sie müssen sich um nichts kümmern. Da wir für den Wechsel zuständig sind, werden wir Sie und Ihren Vermieter mindestens drei Monate vor dem Austausch schriftlich informieren.

  • Wenn der Austauschtermin feststeht, beachten Sie Folgendes:

    • Bitte stellen Sie sicher, dass vor dem Zählerwechsel alle empfindlichen elektronischen Geräte (z.B. Computer) ausgeschaltet bzw. von der Stromzufuhr getrennt sind.
    • Ermöglichen Sie bitte den freien Zugang zum Zähler und entfernen Sie Gegenstände unmittelbar vor dem Zählerplatz.
    • Haben Sie selbst keinen Zutritt zum Zählerplatz, bitten Sie Ihren Vermieter, den Zugang am Termin sicherzustellen.
    • Wenn Sie Eigentümer eines Neubaus sind und zum ersten Mal ein Zähler installiert wird, ist es Ihre Pflicht, den Zählerplatz entsprechend den Anforderungen der Anwendungsregel VDE4101 so zu gestalten, dass der Einbau der (neuen) Technik möglich ist. Diese werden durch den Netzbetreiber vorgegeben.
  • In besonderen Fällen gestattet der Gesetzgeber im Messstellenbetriebsgesetz § 6, dass der Anschlussnehmer (Vermieter) ab 2021 den Messstellenbetreiber und damit auch den Zähler für den Anschlussnutzer (Mieter) wählt.

  • Mit der Einführung der neuen Technik ändern sich gemäß § 31 MsbG die Entgelte für den Messstellenbetrieb. Wie viel Sie in Zukunft für Ihren Zähler und die Messung zahlen, hängt von Ihrem Jahresverbrauch ab. Der Gesetzgeber sieht für verschiedene Verbrauchsklassen unterschiedliche Entgelte vor und hat Obergrenzen festgelegt. Die derzeitigen Preise können dem offiziellen Preisblatt des Messstellenbetreibers entnommen werden. 

  • Der Austausch ist kostenlos. Die Preise für Ablesung, Betrieb und Ausbau der mME sind vom Gesetzgeber durch Preisobergrenzen festgelegt.

  • Ja, iMSys sind teurer. Die Preise für Messung, Betrieb und Ausbau iMSys sind verbrauchsabhängig. Der Gesetzgeber hat hierfür Preisobergrenzen festgelegt. 

  • Die Kosten für die mME werden in der Regel vom Messstellenbetrieb an Ihren Stromlieferanten weiterberechnet. Inwieweit dieser die Kosten an Sie weitergibt, ist von Ihrem Stromliefervertrag und Ihrem Lieferanten abhängig. Es kann aber auch der Fall eintreten, dass Sie von Ihrem Messstellenbetreiber eine separate Rechnung erhalten. Sind Sie SWL-Stromkunde, sind die Kosten für den Messstellenbetrieb in der jährlichen Stromverbrauchsabrechnung bereits enthalten. Sie bekommen also keine weitere Rechnung.

  • Der Gesetzgeber hat für mME und iMSys Preisobergrenzen (POG) festgesetzt. Die POG für ein iMSys ist abhängig vom Jahresverbrauch oder der installierten Erzeugungsleistung. Kunden mit einem höheren Verbrauch zahlen dabei mehr als Kunden mit einem geringeren Jahresverbrauch. Die Argumentation des Gesetzgebers lautet: Wer mehr verbraucht, kann auch mehr einsparen und hat somit einen größeren Nutzen vom iMSys. Die Höhe der Kosten hängt also davon ab, ob Sie eine mME oder iMSys eingebaut haben und in welcher Form der Stromlieferant diese an Sie weiterberechnet.

  • Ja, mME können auf Ihren Wunsch zu einem iMSys aufgerüstet werden. Bitte beachten Sie, dass die iMSys beim grundzuständigen Messstellenbetreiber der Stadtwerke Lünen voraussichtlich erst ab 2019 verfügbar sein werden. Wenn Sie Interesse an einem iMSys haben, sprechen Sie uns bitte frühzeitig an.

  • Ja, oder ermöglichen Sie bitte den freien Zugang zum Zähler und entfernen Sie Gegenstände unmittelbar vor dem Zählerplatz. Haben Sie selbst keinen Zutritt zum Zählerplatz, bitten Sie Ihren Vermieter, den Zugang am Termin sicherzustellen.

    Die Installation einer mME ist ähnlich der Installation eines alten Zählers und wird in der Regel nur ca. 30 Minuten in Anspruch nehmen. Bei der Installation eines iMSys sind weitere Schritte erforderlich, z.B. die Verbindung des Netzwerks / des Anschlusses mit der Telekommunikationsverbindung. Im Idealfall dauert die Installation eines iMSys ca. 45 bis 60 Minuten.

    Alle Installationen werden von ausgebildeten Monteuren durchgeführt, um den Prozess der Montage und Inbetriebnahme in Ihrem Haus so kurz wie möglich zu halten. Während der Zähler ersetzt wird, muss Ihr Strom für die Dauer der Umrüstung im Haus abgeschaltet werden.

  • Ihr alter Zähler wird durch uns ausgebaut und unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzbestimmungen fachgerecht entsorgt.

  • In diesem Fall erhalten Sie dann auch mehrere mME / iMSys. Einen Rabatt können wir Ihnen leider nicht gewähren.

  • In der Regel lesen wir den Zählerstand einmal im Jahr ab. Sollten Sie aber von uns eine Ablesekarte erhalten, bitten wir Sie, Ihren Zählerstand selbst abzulesen und uns diesen mitzuteilen. Wie Sie dies tun können, ist auf der Ablesekarte erklärt.

  • Sie finden den Zählerstand auf der Anzeige der obersten Zeile Ihrer mME. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung.

  • Die Funktionsweise der mME wird Ihnen in einer Bedienungsanleitung erläutert. Diese erhalten Sie schriftlich nach dem Einbau des neuen Messgerätes. In unserem Kundenzentrum haben Sie die die Möglichkeit, sich die Betriebsweise an unserer Modellwand erklären zu lassen.

  • Bei Problemen mit Ihrer mME wenden Sie sich bitte an unsere 24-Stunden-Störungshotline. Diese ist unter folgender Telefonnummer erreichbar: 02306 / 707-105.

  • Die Daten sind in der mME so abgespeichert, dass diese bei einem Stromausfall nicht verloren gehen können.

  • Beim Einzug müssen Sie sich wie gewohnt beim Stromversorger Ihrer Wahl anmelden und die aktuellen Zählerdaten übermitteln.

  • Wenn in Ihrer neuen Wohnung / in Ihrem neuen Haus bereits ein iMSys eingebaut ist, kann dieses nicht wieder ausgebaut werden. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass eingebaute iMSys nachträglich nicht durch mME ersetzt werden dürfen.

  • Nein. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass eingebaute iMSys nachträglich nicht durch mME ersetzt werden dürfen.

  • Beim Neubau eines Hauses wird eine mME eingebaut.

  • Beim Auszug müssen Sie sich wie gewohnt bei Ihrem Stromversorger abmelden und den aktuellen Zählerstand übermitteln. Die mME verbleibt in Ihrem Haus bzw. in Ihrer Wohnung. Ihre gespeicherten Daten zu tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten für die letzten 24 Monate müssen beim Auszug durch Sie gelöscht werden.

  • Wenn Sie ausziehen, müssen die Daten durch Sie gelöscht werden. Ansonsten kann auch der Nachmieter / Nacheigentümer Ihre historischen Verbrauchswerte einsehen.

  • Ihre Nachbarn sehen wie bisher nur Ihren aktuellen Zählerstand. Die gespeicherten Daten zu tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten für die letzten 24 Monate sind nicht sichtbar. Hierzu ist die Eingabe Ihrer vierstelligen Identifikationsnummer (PIN) erforderlich.

  • Nein. Die PIN-Eingabe kann beliebig oft wiederholt werden. Die mME wird nicht gesperrt.

  • Die PIN-Nummer kann bei unserem Kundenservice unter 02306 / 707-3000 oder per E-Mail an smartmeter@SWL24.de angefordert werden. Die PIN wird Ihnen aus Datenschutzgründen per Post zugestellt. Eine mündliche Weitergabe bzw. Versand per E-Mail ist nicht möglich.

  • Nein. Nach der erstmaligen PIN-Eingabe können Sie sich Ihre gespeicherten Daten zu tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten für die letzten 24 Monate jederzeit durch kurzes Anleuchten des Lichtsensors mit einer Taschenlampe anzeigen lassen.

    Um Zugriffe von Unbefugten zu vermeiden, raten wir Ihnen, die mME nach Einsicht Ihrer Verbrauchsdaten stets in den Normalbetrieb (= Ausblenden der zusätzlichen Verbrauchsinformationen) zurückzuschalten. Im Normalbetrieb ist nur der Zählerstand sichtbar – so wie es bei den klassischen Zählern der Fall ist. Wie Sie dabei vorgehen müssen, wird in der Bedienungsanleitung erläutert. Diese erhalten Sie von uns schriftlich nach dem Austausch.

Unsere SWL-Energieberatung ist für Sie da.

Die Stadtwerke Lünen helfen Ihnen gerne. So erreichen Sie unsere Energie-Expert:innen:


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Telefon 02306 / 707-3010

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